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Auszug aus der [ Dokumentation, PDF: 889 kb ] :

« Der virtuelle Mensch sitzt unbeweglich vor seinem Computer, vollzieht den Liebesakt per Bildschirm und hält seine Kurse via Telekonferenz ab. Er wird zu einem motorisch - und zweifelsohne auch geistig - Behinderten »

Baudrillard

 

 

› Die Entfremdung des Körpers

Als einer unserer existenziellen Sinne scheint der Tastsinn im Kontext des körperlosen Fernseh-, Computer- und Internet-Zeitalters zunehmend seine Bedeutung zu verlieren.

Während diese Medien ausschließlich die visuelle und akustische Rezeption bedienen, bleibt das taktile Feedback der Handlungen aus.

Kühn streift der Benutzer beim Eintritt in die Datenwelt die physikalischen Gesetze von sich ab, um damit zwar große Freiheit zu gewinnen, gleichzeitig aber auch ein gutes Stück seines Interaktions-Potentials zu verlieren.

 

› digitale Haptik

Obwohl der Tastsinn in computerbasierten Medien durch die Forschungen und Anwendungen mit Hilfe des Force-Feedback und taktiler Displays inzwischen zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, scheint er für eine breite Anwendung in meinen Augen noch lange nicht reif zu sein.

Selbst wenn eine physikalische Interaktion in einigen Anwendungsbereichen sinnvoll erscheint, oder bereits Fuß gefasst hat (Medizin, Forschung), muss der Privat-Nutzer auf eine effiziente Weiterentwicklung der Hardware sowie ein Einlenken der Software-Industrie hoffen, um auf seine sensorischen Kosten zu kommen.

 

› Virtuelle These

Basierend auf den synästhetischen Eigenschaften unserer Sinne soll versucht werden, taktile sowie kinästhetische Empfindungen ohne phänomenalen Sinnesreiz, also nur mit Hilfe von Empfindungskonstruktion über visuelle und/oder akustische Reize hervorzurufen.

Dass diese Empfindungen dabei nicht an reale Tastempfindung heranreichen können ist selbstverständlich. Sie ermöglichen jedoch eine Art der digitalen Interaktion, die stärker als in bisherigen Ansätzen auf den physischen Gesetzen der Interaktion beruht.

 

› Audiovisuelle Simulation

Durch den großen Erfolg und die weite Verbreitung von Macromedia Flash eröffnen sich erweiterte Möglichkeiten, haptische Feedback-Simulationen mit Hilfe von dynamischer Interaktivität einzusetzen.

Einen Anhaltspunkt, wie und mit welchen Parametern diese Simulationen auf die verschiedenen Dimensionen des Tastens angewendet werden können gibt [ diese Tabelle ].

 

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